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Auf den Bildern unten abgebildet: Bekannte Aeternale Omegaten des 20. Jahrhunderts.
(Bild
1: Der französische Dressurreiter MAURICE GALFETTI, der sogenannte
"Reformator des Bommels", Gründer des 1. Strassburger
Estrichs, im Jahre 1904
Bild
2: Sir DYFFRIN CARNARFON, in der A.O. fast ein Heiliger, weil er in
sei-
nem ganzen Leben nachweislich kein einziges Buch gelesen hat, im
Jahre 1904)
(Bild
3: GIACHEN CADUFF, CHENG CHECK und BJÖRNE
T. PETERSEN, die "Über-
väter der modernen A.O.", bei ihrem legendären Treffen in
Kuala Lumpur im Mai 1961)
(Bild
4: GION MATHIAS CAVELTY, langjähriger Leser
und Schriftsteller, nach seiner Bekehrung im Oktober 1998)
Wie alt ist die A.O.? Wir werden es nie genau wissen. Es gibt Omegaten, die behaupten, die A.O. sei 'älter als die Menschheit selbst'. Die Anfänge der A.O. werden von den meisten Forschern aber auf den Anfang des 17. Jahrhundert gelegt. Aus dem Jahre 1643 stammt das berühmte Zitat des Walisischen Erzbischofs Runston Usher: "Oh, ich hasse das Buch! Und jedem Erdenbürger würde es gut zu Gesichte stehen, das Buch ebenfalls zu hassen!"
Ein Ögemälde aus dem Jahre 1660 zeigt den 67-jährigen Erzbischof Usher mit einer schwarzen Bommelmütze auf dem Kopf (sie steht für Weisheit und Wachsamkeit). Ist Runston Usher (der mit dem Irischen Erzbischof James Usher, welcher die Weltschöpfung auf das Jahr 4004 vor Christus datiert hat, nichts zu tun hat) der erste Aeternale Omegat? Einiges deutet darauf hin. Geboren 1593 im Walisischen Pwhelly, verlor er seinen Vater im Alter von fünf Jahren durch einen tragischen Unfall: beim Reiten fiel ihm der Schundroman 'Domenico' auf den Kopf. Der junge Runston verbrachte die nächsten Jahre im Zustand tiefen Trübsals. Er studierte in Cardiff Thelogie und schlug die klerikale Laufbahn ein. Schnell wurde er zum Erzbischof von Wales ernannt. Das besserte seine Laune ein wenig. 1626 kam es jedoch zu einer weiteren schrecklichen Begegnung mit Büchern: vor seinen Augen wurden seine Mutter und seine beiden Schwestern von Wahnsinnigen mit Büchern brutal erschlagen. Usher entschloss sich, vor Schmerz und Wut halb blind geworden, Europa zu verlassen. Fünf Jahre verbrachte er in Äthiopien, wo er Zeuge wurde, wie sich ganze Stämme mit Büchern gegenseitig ausrotteten. Am 6. August 1631 tätigte Usher folgenden Ausspruch: "Jetzt weiss ich es ganz gewiss: das Buch ist das grausamste und bestialischste Ding auf der Welt! Oh, wäre es doch nie erfunden worden!"
Zurück in Wales, zog der Erzbischof drei Jahre lang von Dorf zu Dorf und predigte der Bevölkerung über "das böse Wesen des Buches". Im Wirtshaus 'Zum Schwarzen Pudel' in Abersoch machte er am 4. April 1634 die Bekanntschaft des jungen Lord Robert Lucas, Mitglied der 'Bruderschaft der Grossen Eule', einer Geheimgesellschaft, die ihre Ursprünge im Altägyptischen Eulenkult gehabt haben soll. Gwydir und Talley Elisey, die Besitzer des 'Zum Schwarzen Pudel', gehörten ihrerseits der 'Kette' an, einem Bund mit 22 Mitgliedern, die dem Hebräischen Alphabet entlehnte Pseudonyme trugen. So nannte sich Gwydir 'Gimel', seine Frau 'Daleth'. Das Ziel der 'Kette' war, kurz gesagt, mittels einer ausgeklügelten, auf der Legende vom 'Turmbau zu Babel' basierenden Sprachverwirrungsstrategie die Weltherrschaft zu erlangen. 'Zum Schwarzen Pudel' wurde für Runston Usher in den nächsten Monaten zu einem wichtigen und oft frequentierten Ort. Jeden Donnerstagabend, wenn sich Lord Robert Lucas mit seinen Brüdern im Hinterzimmer des Lokals traf, war auch Usher mit von der Partie, und das Gesehene und Gehörte scheint ihm grossen Eindruck gemacht und sein zukünftiges Denken und Handeln massgeblich beeinflusst zu haben.
Am Morgen des 23. August 1634 wurde Usher, der im Hotel 'Porth Tocyn' residierte, ein schwarzes Couvert übermittelt. Um 23.00 Uhr des selben Tages betrat Usher das 'Zum Schwarzen Pudel', wo er von Lord Robert Lucas empfangen und hinauf in den Estrich geleitet wurde. Dort versammelt waren die dreiköpfige Führungsspitze der 'Bruderschaft der Grossen Eule', das Ehepaar Elisey plus sieben schwarzgekleidete, Usher unbekannte Gestalten. Nach einem kurzen Gespräch wurde Usher in einen dunklen, fensterlosen Raum geführt. Was dort drin geschah, ist uns wie folgt überliefert: "Lange Zeit war nicht als Stille um mich herum, und ich bekam es immer mehr mit der Angst zu tun. Ich fing an, im Raum auf- und abzugehen. Unvermittelt stiess ich mit dem Fuss gegen etwas Weiches. Was mochte das wohl sein? Kaum hatte ich mir diese Frage gestellt, begann eine seltsame Stimme über vielerlei Dinge zu referieren; schliesslich kam sie auf Bücher zu sprechen und gab mir lange Instruktionen, wie ich meinen Kampf gegen das Buch zu führen habe. Zum Abschluss sagte sie: 'Und nun geh und befreie die Welt von aller Literatur!'"
In der selben Nacht verbrennt Usher seine Mitra und wird von da an (wie auch Lord Lucas) nur noch mit einer schwarzen Bommelmütze auf dem Kopf gesehen. Drei Tage später verlässt er zusammen mit Lord Lucas und drei unbekannten Männern England und verschanzt sich in der Normandie im Kastell 'Ch*** de Tr***' , welches der 'Bruderschaft der Grossen Eule' gehört. In den nächsten Monaten lässt er rund um das Kastell Grabungen durchführen. Im April 1635 reist Lord Lucas nach Jerusalem und trifft sich dort mit zwei Mitglieder der 'Kette' ('Lamed' und 'Samek'). Im September 1635 wird der Lord in der Nähe von Kopenhagen auf einem Spitzmorchelfeld beim Urinieren gesehen - das letzte Lebenszeichen von ihm. Das Kastell 'Ch*** de Tr***' hat sich in der Zwischenzeit zu einem Treffpunkt "obskurer Gestalten" entwickelt, so die Aussage einer Bäuerin. Weiter sagt sie aus: "Jede Nacht hörten mein Mann und ich vom Kastell her kommende Schreie. Grosser Gott! Was für furchtbare Greueltaten mögen sich dort zugetragen haben? All diese unheimlichen Leute mit ihren schwarzen Bommelmützen auf dem Kopf... Und dann die toten Schriftsteller, die wir immer in unserem Maisfeld gefunden haben... Ich bin froh, dass wir Frankreich verlassen haben und jetzt hier in Miami Beach in Frieden leben."
Am 6. Mai 1662 stirbt Runston Usher. Sein Leichnam wird in 22 Teile geteilt und diese an 22 Orten in Mitteleuropa vergraben. Das Kastell wird bis auf die Grundmauern niedergerissen. In den nächsten Jahren tauchen nirgendwo Zeugnisse auf, welche die Existenz der A.O. dokumentieren. Dass es sie gibt, beweist erst ein Gemälde aus dem Jahre 1673. Es zeigt den Duc Jean de la Chassevieille mit einer schwarzen Bommelmütze auf dem Kopf. In der A.O. gilt der Duc als der 'grosse Reformator'. Ein überliefertes Zitat: 'Der Normandische Ritus hat mit der wahren A.O. nicht das geringste zu tun. Da stehen Sachen drin, die sind ganz einfach zu idiotisch, als dass sie ein vernunftbegabter Mensch gutheissen könnte.' Der sogenannte 'Rektifizierte Ritus' ist 1683 fertiggestellt. Als eine der wichtigsten Änderungen führt der Duc die dreistufige Hierarchie ein. Am 30. März 1684 gründet der Duc den ersten 'Estrich' (so genannt zu Ehren des Estrichs im 'Zum Schwarzen Pudel' ) im Dachstock des Hauses an der rue Mo*** 101 in Paris. Die 36 anwesenden Brüder wählen Rémige Falconet zum ersten Estrichmeister.
Lesen Sie, wie es mit der A.O. weitergeht, und lernen Sie ihre innersten und geheimsten Mysterien kennen:
last update 05/10/02
©Myriam Dunn